ISIS die göttliche Herausforderung, ist einer altägyptischen Grabmalerei aus der Zeit um 1250 v. Chr. entnommen, die den Grabherr Kenro beim Spielen zeigt. Ziel des Spiels ist es, von der Unterwelt heraus den Irdischen Bereich zu durchwandern, die Himmlischen Gefilde zu erreichen und dort mit dem persönlichen Spielstein einen der beiden ISIS-Throne zu besetzen. ISIS hat ein perfekt ausgeklügeltes Regelsystem, das es den Spielern auf raffinierte Weise ermöglicht, eigene Strategien zu entwickeln und gleichzeitig die Pläne der Gegenspieler zu durchkreuzen.
- Vollholz Brettspiel in überlieferter Abmessung
- Spielbrett 50,5 x 15,5 x 2,5 cm
- 7 Spielsteine schwarz
- 2, 3 oder 4 Spieler ab 10 Jahren
- Spieldauer 20 - 50 Minuten je nach Anzahl Mitspieler
- Schachtel 52 x 20 x 3,5 cm
- Hergestellt in Deutschland / Erzgebirge
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ISIS bietet viele taktische Möglichkeiten, so kann man beispielsweise immer wieder die Schrittezahl der Spielsteine verändern oder aber auch Spielsteine einsperren, um diese zum Ausgangspunkt, also zurück in die Unterwelt, zu schicken. ISIS, das göttliche Spiel kann manchmal ganz schön teuflisch sein.
Hintergrund (von Horst Alexander Renz, Autor des Brettspiels ISIS)
ISIS war die beliebteste aller ägyptischen Göttinnen. Sie besass grosse magische Kräfte und wurde vor allem wegen ihrer hingebenden Gattentreue und aufopfernden Kindesliebe verehrt. Osiris, ihr Gatte und Bruder, regierte die Welt weise und gerecht und wurde der grösste Wohltäter der Menschheit. Das göttliche Paar verbreitete Gesittung unter den Menschen und machte das Leben schöner. Seth aber, der seinem Bruder den Thron nicht gönnte, tötete Osiris und liess die zerstückelte Leiche verstreuen. Unter vielen Mühen suchte die treue Gattin die Teile zusammen und Anubis half ihr, die Überreste zusammenzusetzen. Durch zauberkräftige Sprüche und durch die Macht ihrer Liebe konnte Isis die Leiche schliesslich wieder zum Leben erwecken. Allen Sterblichen war damit die Hoffnung gegeben, den Tod durch die Liebe zu überwinden um ewiges Fortleben zu erlangen. Von den vielen Erscheinungsformen der Isis ist die wohl bekannteste die mütterliche Darstellung mit dem Gotteskind Horus auf dem Schoss, so wie sie noch heute in der christlichen Maria mit dem Jesuskind fortlebt. Isis wurde weit über die Grenzen Ägyptens hinaus, in der hellenistischen Welt und im gesamten Römischen Imperium, rheinabwärts bis nach Köln, hoch verehrt. Des Isis-Kult hatte seine Ursprünge 3000 Jahre vor Christus und überdauerte bis in das 6. Jahrhundert nach der Zeitwende.
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